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Die Idee
 Für das Gesunde im Kind Schon in der Antike hat Sokrates kranken Menschen empfohlen mit Hilfe von Humor ihre Krankheit positiv zu beeinflussen. "Lachen ist die beste Medizin" hieß es bereits bei Hippokrates, und schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vielfach versucht Patienten in Krankenhäusern mit Hilfe der Clownfigur seelisch und physisch zu unterstützen. Seit Jahrhunderten gehen Künstler auch zu den Menschen, die nicht in der Lage sind, zu ihnen zu kommen - und das mit großem Erfolg. So kam es 1986 in den USA zu den ersten regelmäßigen Clownprogrammen wie man sie heute auch hier in Deutschland kennt. Diese wurden von der "Big Apple Clown Care Unit" etabliert. Heute sind solche ClownVisiten ein fester Bestandteil des Pflegealltags in therapeutischen Einrichtungen überall auf der Welt. Mit dem einfachen Ziel kranke und leidende Menschen mit Humor und Spiel seelisch und körperlich in ihrer Genesung zu unterstützen, werden regelmäßige Besuche von speziell ausgebildeten Clowns organisiert. Unser Motto dazu: "Für das Gesunde im Kind, und für das Kind in uns allen." Die Gründung Der gemeinnützige Verein ROTE NASEN Deutschland e.V. wurde Ende 2003 in Kooperation mit seinem ersten regionalen Partner in Deutschland, CLiK e.V.- Clowns im Krankenhaus gegründet, um zur Stiftung ROTE NASEN International eine Brücke zu schlagen. Diese starke Gemeinschaft für das Lachen bedeutet gemeinsames Wissen und gemeinsames Engagement in sechs Ländern. Sie bedeutet aber auch 14 Jahre differenzierte Entwicklungsarbeit und Pflege der Clownskultur im therapeutischen Einsatz. Und vor allem die Erweiterung einer gemeinsamen Kompetenzbasis, durch die wir weiter wachsen können.
Das Wesen des Programms ROTE NASEN Clowns im Krankenhaus sind speziell ausgebildete Künstler, die - auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen - mittels Humor kranken Menschen Trost, Zuversicht und Lebensmut schenken. Der Clown ist auf besondere Weise befähigt Depressionen, Operations-Schocks oder verzweifelte Widerstände gegen schmerzhafte Therapien abzuschwächen und zu lösen. Er durchbricht die Verschlossenheit der Patienten gegen die Umwelt und erweckt dort den Lebenswillen, wo sein Fehlen zur unmittelbaren Gefahr werden kann.
Die Ausbildung Nach einem strengen Auswahlverfahren und einer etwa dreimonatigen Probephase werden Künstler, meist aus dem Bereich der darstellenden Kunst, ins Clownteam aufgenommen. Neben Talent und Können müssen die Bewerber das nötige soziale Engagement und persönliche Stärke mitbringen. Die Künstler werden von Schauspiellehrern, Pantomimen, Zauberern, Pflegepersonal und Psychologen in Workshops und Vorträgen für die spezielle Arbeit geschult. So kann jeder Clown seine eigene künstlerische Identität entwickeln.
Der Krankenhauseinsatz Eine ClownVisite erfolgt jeweils zu zweit. Vor dem Einsatz schminken sich die Clowns und bereiten sich gemeinsam auf ihre Arbeit vor. Sie arbeiten Hand in Hand mit dem Pflegepersonal, von dem sie wichtige Informationen über die kleinen Patienten erfahren. Dann klopfen sie an die Tür und erst, wenn sie hereingerufen werden, betreten sie das Zimmer. In Sekundenschnelle stellen sie sich auf die Situation ein: Welche Stimmung herrscht? Wie alt sind die Kinder und wie ist ihr Zustand? Ist gerade Besuch da, den man mit einbeziehen kann? Augenblicke der Heiterkeit und Abwechslung folgen: aus ihrem großen Schatz an Erfahrungen verwenden die Clowns Musik, Zauberei, Jonglage, Pantomime oder Tanz und betreuen jedes Kind individuell an seinem Bett. So verfliegen Kummer und traurige Gedanken und die positive, humorvolle Stimmung stärkt das Immunsystem der kleinen Patienten. Wenn die Clowns das Zimmer verlassen bleibt ein Funkeln der Fantasie und Lebensfreude zurück. Für alte Menschen wurde ein spezielles Programm entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Rücksichtnahme auf die unterschiedlichen intellektuellen Bedürfnisse alter Menschen. Mit Musik und Tanznummern aus deren Jugendzeit sowie den entsprechenden Umgangsformen gehen die Clowns auf sie ein.
Das Vereinsziel Der Verein sieht seine Aufgabe darin Krankenhäusern und Pflegeinstitutionen, in denen leidende Menschen der Clownbetreuung bedürfen, das Programm zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus ist es Auftrag der ROTEN NASEN Clowns im Krankenhaus auch gesunden Kindern die Angst vor dem Krankenhaus zu nehmen und in fröhlicher Form über Hospital, Krankheit und Gesundheitsvorsorge zu informieren.
So verstehen wir uns als Teil einer blühenden neuen Kultur: Clowns im Krankenhaus. Durch gebündelte Kräfte kommen wir weiter: Mehr Clowns in die Krankenhäuser! ROTE NASEN - der gemeinsame Nenner für gemeinsame Ziele. Fördern, helfen, weiterentwickeln...dem verpflichtet, was uns verbindet, stets mit Respekt für das, was uns unterscheidet.
Was sagt die Wissenschaft dazu? Lachen und Humor... schaffen ein Spielfeld für die Erprobung von sozialen Kompetenzen und mobilisieren innere Kräfte, die für die Genesung und Bewältigung von schweren Krankheiten von großem Vorteil sind. Durch Spielen und Improvisation werden “Aufstehkräfte” in Gang gesetzt, die Körper, Geist und Seele beflügeln.
Zum Beispiel: Durch die liebevolle Zuwendung entsteht eine wichtige Validation der Person, die es ermöglicht eine große Naivität, Geborgenheit und Freiheit zu erleben. Selbstwertgefühle und eine schillernde Gegenwärtigkeit gehören dazu. Es entstehen mehr Lebensfreude, Glücksgefühle, Leichtigkeit und Zauber der Freundschaft. Lebenserinnerungen werden geweckt und positiv belegt.
Auch klinische Studien belegen: Lachen und Humor... Mindern Angst und Schmerzen, Entspannen Geist und Körper, Lockern die Muskeln, Erhöhen die periphere Durchblutung, Trainieren das Herz & den Kreislauf, Senken den Blutdruck, steigern den Sauerstoffgehalt im Blut, Vermindern die respiratorischen Restmengen, Fördern den Schlaf und die Verdauung, Stimulieren die Immunreaktionen, Erhöhen die sogenannten “Glückshormone”, Senken Cortisol- und Adrenalinausschüttung, und kurz gesagt: fördern das Wohlbefinden.
FAZIT: Lachen tut einfach gut! Immer mehr wissenschaftliche Studien über die Auswirkungen des Lachens und der Heiterkeit auf den Zustand von Kranken und deren Heilungsprozess belegen, dass Lachen gute Medizin ist. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, fragen Sie bei uns nach. Wir können Ihnen helfen Zugang zu aktuellen Untersuchungen zu finden sowie Literatur, Websitelinks, Diplomarbeiten usw. zur Verfügung stellen.
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